Golfen am Scharmützelsee

Die Anreise

Samstag 25. September 2010. Für die Anreise an den Scharmützelsee wählten die aus dem südwestdeutschen Raum stammenden Reisenden eine südliche Variante. Bei Heilbronn fädelten sie sich auf die Autobahn A6 ein. Ab Nürnberg führte sie die A9 direkt bis Berlin.

Bei Hof zeigte ein riesiges Schild an, dass hier einst die deutsch-deutsche Grenze verlief. Die Autobahn A9 war gut ausgebaut. Nur an einigen wenigen Stellen zeigten sich noch das zweispurige Original aus der DDR Zeit. Starker Regen begleitete die Reisenden bis nach Berlin. Trotz allem dauerte die Fahrt auf den gut ausgebauten Straßen nicht mehr als 8 Stunden.

Kurz vor der Ankunft am Scharmützelsee versiegte der Regen. Die Reisenden hatten das Sportressort Arosa Scharmützelsee erreicht. Rings um das in der Mitte des lang gestreckten Sees liegende Hotels können Sportbegeisterte segeln, Tennis spielen und auf sage und schreibe 63 Golfbahnen den Schläger schwingen. Die Reisenden hatte noch Zeit für einen kleinen Erkundungsgang, der sie vom Yachthafen in das Clubhaus der Golfanlage führte.

Regen, Regen, Regen

Sonntag, 26. September 2010. Anhaltender Regen aus einem komplexen Regentief, wie es die Wetterfee des Fernsehens formulierte, ließ keine Lust am Golfspielen aufkommen. So wanderten die Reisenden etwa 2 Stunden lang auf einem schmalen Fußwege zum Dorf Bad Saarow. Der Weg führte an zahlreichen wunderschönen im Uferbereich gebauten Häusern vorbei. Hier gab sich schon vor dem Kriege die damalige Prominenz wie Käthe Dorsch, Viktor de Kowa und einige andere, sowie Max Schmeling ein Stelldichein.

Zu DDR-Zeiten erholten sich im Bad der Werktätigen jedes Jahr zehntausende Urlauber und auch die russischen Militärs ließen es sich gut gehen. Heute knüpft der jüngste brandenburgische Kurort mit seinen knapp 4000 Einwohnern wieder an alte Traditionen an. 1998 eröffnete die Saarow-Therme wo man in 34-36 warmen Solebecken, Saunalandschaft, Whirlpools Massagemulden, Innen- und Freiluft Becken entspannen kann.

In einem kleinen Fischlokal genossen die Reisenden saftigen Zander aus dem See. Etwa 40 min benötigte dann von Bad Saarow aus das Linienschiff zurück zur Unterkunft. Anschließend entspannten sich die Reisenden in der Saunalandschaft ihrer Unterkunft.

Immer noch Regen

Montag, 27. September 2010. Auch heute hatten die Wetterfrösche noch kein grünes Licht zum Golf spielen gegeben. Bewaffnet mit ihren Regenschirmen machten sich die Reisenden diesmal in die entgegengesetzte Richtung auf dem Uferpfad auf den Weg. Sie erreichten bald das Dorf Wendisch Rietz am südlichen Seezipfel. Es ist eine Urlaubsalternative für die ganze Familie. Eine schlichte Ferienanlage aus DDR Zeiten ist längst abgerissen und einem Saunapark mit Lodges im skandinavischen Hüttenstil gewichen.

Der Golfrunde

Dienstag 28. September 2010. Am Nachmittag hatte die Wettervorhersage eine Beruhigung des Wetters vorausgesagt. So starteten die Reisenden ihre Golfrunde gegen Mittag zwar noch bei leichtem Nieselregen, aber schon nach einigen Bahnen klarte der Himmel auf. Genüsslich spielten sie in Achtzehnlochplatz Stan Eby vom gleichnamigen Golfplatzplatz Architekten geschickt in die gewellte Landschaft eingefügt und ab und zu in den Wald vor dringend.

Ehemals befand sich hier ein Raketenabschlussplatz der Nationalen Volksarmee. Schon nach knapp 4 Stunden war das Tagewerk vollbracht und die Reisenden entspannten sich im Wellnesszentrum ihrer Unterkunft im 35 warmen Entspannungsbad. Massagedüsen lösten jede Verspannung im Körper. Nach zwei Saunagängen in der finnischen Sauna begaben sie sich entspannt zum abendlichen Buffet.

Golf zum zweiten

Mittwoch 29. September 2010. Nach sorgfältigem Einspielen auf der großen Driving Range des Ressorts, steuerten die Golfer den Arnold Palmer Golfplatz an. Die Bahn eins liegt nur wenige Schritte von der Landstraße entfernt welche Bad Saarow mit Wendisch Rietz verbindet. Die Golfer absolvierten die ersten neun Loch auf der mit Wasser getränkten Anlage. Die Bahnen verlaufen meist im Wald, sind jedoch recht breit, so dass auch der Driver bei jedem Abschlag eingesetzt werden konnte. Die zweiten neun Loch liegen auf der Ressort seitigen Seite der Landstraße. Die Golfrunde endete am Clubhaus direkt vor den Hauptgebäuden des Ressorts. Die Golfer stärken sich mit einer Suppe und regenerierten sich anschließend im Entspannungsbad und in der Sauna.

Warmsteinmassage, Segways, elektrische Fahrräder

Donnerstag, 30. September 2010. Monika unterzog sich heute einer Warmsteinmassage. Die Warmsteinmassage (Hot Stone Massage) ist eine Massageform unter Zuhilfenahme von aufgeheizten Steinen, meist aus Basalt, die auf den Körper gelegt werden. Die Steine werden dazu in einem Wasserbad auf eine Temperatur von etwa 60C erwärmt. Ziel ist die Entspannung der Muskeln durch Wärme.

Anschließend ließen sich die Reisenden in die Kunst des Segway fahrens einführen. Die Einführung dauerte allerdings nur 2 Minuten. Man stellt sich einfach auf das Gerät, verlagert das Gewicht nach vorne und schon geht es los. Eine Lenkstange ermöglicht Richtungsänderungen.

So ging es dann sogleich über den Fahrradweg der Landstraße nach Wendisch Rietz. Die Reisenden kurvten mit ihrem Führer durch das Dorf und anschließend sogar durch einen Wald. Leicht durchgefroren kamen die Segwayfahrer nach 1 Stunde wieder an ihrem Ausgangspunkt an.

Als nächstes Ziel hatten sich die Reisenden vorgenommen den Scharmützelsee mit einem Elektrofahrrad zu umrunden. Bereits bei der Abfahrt zeigte das Vorderrad des Herrenfahrrads leichte Schwächen, die der Portier mit einer Luftpumpe behob. Im höchsten Gang der Gangschaltung und mit kräftiger elektrischer Unterstützung flogen die Reisenden am See entlang gen Bad Saarow. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug sage und schreibe 22 km/h. Der elektrische Antrieb sorgte für einen mächtigen Schub. Die Reisenden fuhren am gewaltigen Bau der Therme von Bad Saarow wobei und gelangten auf das jenseitige Ufer des Sees. Das östliche Ufer des Scharmützelsees erwies sich als sehr gut für Radfahrer ausgebaut Man konnte sogar hier und da einen Blick auf den See erhaschen.

In Diensdorf stellte Peter fest, das die Luft aus seinem Vorderrad gewichen war. Ab jetzt hieß es aufpumpen und 1 km fahren, aufpumpen und wieder 1 km fahren. So ging es bis kurz hinter Wendisch Rietz. Danach war auch aufpumpen nicht mehr möglich und die Radler mussten ihr Gefährt der letzten 2 km bis zu ihrer Unterkunft schieben.

Linkskurs am Scharmützelsee

Freitag 1. Oktober 2010. Heute nahmen sich die Golfer den Nick-Faldo-Kurs, den dritten Golfplatz des Ressorts vor. Der optisch einzigartige Achtzehnlochplatz wird durch dünenähnliche Fairways und 135 typisch schottische Topfbunker zu Deutschlands anspruchsvollstem Golfplatz. In der Tat fühlten sich die Golfer ein wenig überfordert. Die ersten sechs Bahnen spielten sie noch voll Konzentration und erreichten ein passables Ergebnis. Danach nahm die Zahl der Fehler erschreckend zu und als sie nach fünf Stunden zum Ressort zurück kamen hatten sie zwar schöne Runde hinter sich, aber ihr Ballvorrat war drastisch geschrumpft.

Yachthafen am arosa Scharmützelsee
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Yachthafen am arosa Scharmützelsee
Fahrplan der Linienschiffe auf dem Scharmützelsee
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Fahrplan der Linienschiffe auf dem Scharmützelsee
Haus in Bad Saarow
Ende der B3 in Övelgönne bei Hamburg
Haus in Bad Saarow
Segway-Artisten
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Segway-Artisten
Auf dem Elektrofahrrad
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Auf dem Elektrofahrrad
Auf der driving range des arosa Scharmützelsee
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Auf der driving range des arosa Scharmützelsee
Nick-Faldo-Golfkurs mit 135 schottischen Topfbunkern
Ende der B3 in Övelgönne bei Hamburg
Nick-Faldo-Golfkurs mit 135 schottischen Topfbunkern